Sächsisches Heilberufekammergesetz
Die ersten Kammern für Heilberufe entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts. Die "Verordnung betreffend der Einrichtung einer ärztlichen Standesvertretung" vom 25.05.1887 sah vor, dass für jede Provinz eine Ärztekammer zu errichten sei. Im Nationalsozialismus wurden die bisher geltenden landesrechtlichen Regelungen durch den Erlass der Reichsärzteordnung vom 13.12.1935 ersetzt. Nach 1945 wurde das Ärztekammerwesen auf Landesebene auf eine neue Grundlage gestellt. Mit der Gründung der DDR wurde ein (DDR-)Gesetz über die Berufsvertretungen und die Berufsausübung der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker geschaffen. Seit 1994 gibt es im Freistaat Sachsen wieder ein Sächsisches Heilberufekammergesetz. Bundesweit bestehen derzeit
  • 17 Ärztekammern mit ca. 390.000 Mitgliedern,
  • 17 Zahnärztekammern mit ca. 80.000 Mitgliedern,
  • 17 Tierärztekammern mit ca. 32.000 Mitgliedern,
  • 17 Apothekenkammern mit ca. 53.000 Mitgliedern,
  • 11 Psychotherapeutenkammern mit ca. 27.000 Mitgliedern (die 12. Kammer ist die in Gründung befindende Ostdeutsche Psychotherapeuten-Kammer).

Neben den Heilberufskammern gibt es auch die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. Die Kammern unterhalten unterschiedliche Gremien und Einrichtungen. Für Patienten ist in diesem Zusammenhang u.a. der Gutachterausschuss der Landesärztekammer von Bedeutung.

Die Kammern unterhalten unterschiedliche Gremien und Einrichtungen. Für Patienten ist in diesem Zusammenhang u.a. der Gutachterausschuss der Landesärztekammer von Bedeutung.